r Fumer fait tousser
Quentin Dupieux, Frankreich, 2022o
Nach dem Kampf gegen eine teuflische Schildkröte wird ein Team von fünf Superheld:innen auf einen Retreat geschickt, um den schwindenden Zusammenhalt der Gruppe zu stärken. Ihr Aufenthalt unter Aufsicht ihres Handpuppen-Chefs mit Rattenkopf verläuft wunderbar, bis der Imperator des Bösen, beschliesst, den Planeten Erde zu vernichten ...
Der französische Autorenfilmer Quentin Dupieux macht Filme wie andere Leute Tagebucheinträge. In der Deutschschweiz ob diesem Output in Rückstand geraten, sind wir wild entschlossen, in diesem Sommer etwas aufzuholen und starten mit der Streaming-Premiere der herrlich absurden Farce Fumer fait tousser, die noch vor Daaaaaali! entstand: Fünf Superheldinnen und Superhelden in hautengen Anzügen ziehen sich auf Anweisung ihres Vorgesetzten, einer als Handpuppe gestalteten Ratte namens Didier, an einen See zurück. Chef Didier will damit den Teamgeist seiner disparaten Truppe stärken. Ausgehend von dieser Prämisse entfaltet Dupieux ein Kaleidoskop makabrer Episoden voller visueller Gags, in denen sein eigenwilliger Humor auf die Welt des japanischen Sentai-Genres trifft, das von Superhelden-Teams im Kampf mit Monstern und Schurken handelt und im Westen von Reihen wie Bioman und Power Rangers bekannt ist. Wie in seinen gelungensten Werken gelingt es dem Kultregisseur, den bewusst losen Erzählfaden mithilfe kunstvoll verschachtelter Geschichten immer wieder aufzugreifen, ohne die Ermüdungserscheinungen seiner schwächeren Filme an den Tag zu legen. Die hochkarätige Besetzung – darunter Gilles Lellouche, Anaïs Demoustier, Adèle Exarchopoulos und Doria Tillier – überzeugt mit einer grossen Bandbreite komödiantischer Register. Auch die Ausstattung trägt wesentlich zum Reiz des Films bei: Ihr Minimalismus geht mit einer bemerkenswerten Liebe zum Detail einher und verstärkt den surrealen Charakter des Ganzen, das zwischen Traumwelt und Persiflage auf den Genrefilm pendelt. Im Kino wie im Leben gilt: Es braucht eiserne Konsequenz, um sich so vorbehaltlos dem Unsinn hinzugeben.
Émilien GürOscillant entre parodie kitsch et comédie gore, Fumer fait tousser, qui ne respecte aucune trame narrative, est un film à sketches drôle et foutraque qui enchaîne les situations ubuesques.
La rédactionImpossible de ne pas rire aux répliques loufoques de ces sauveurs de la planète, moulés dans des costumes ridicules et aux ego mal placés, et de ne pas frissonner devant les petites histoires horrifiques, voire un peu gore, qu’ils se racontent pour se faire peur.
Barbara Théate
